12
Nov
2008

Jetzt wird´s Ernst

Heute um 18 Uhr stellt sich der neue Rektor der RWTH - Ernst Schmachtenberg - euren Fragen! Das Hochschulradio und die Karman Zeitung veranstalten 100 Tage nach Amtsantritt eine Podiumsdiskussion mit dem Rektor! Das ganze findet statt im 6. Stock des Super C!

Die Diskussion könnt ihr natürlich auch live im Hochschulradio mitverfolgen -auf der 99,1 oder per Stream!

28
Okt
2008

MINT-Kooperationsprogramm

Heute früh war Gehrt Hartjen zu Gast im Morgen danach und hat das Projekt MINT vorgestellt, das im Rahmen der Exzellenzinitiative an der RWTH durchgeführt wird. Zum einen werden Dissertationen zum Thema "Gender and Diversity" sowie fachdidaktische Promotionen an der Schnittstelle zwischen Schulunterricht und aktueller Forschung in den Ingenieurwissenschaften unterstützt. Zum anderen werden über eine gezielte Rekrutierungspolitik für die Übergangsphase von der Schule zur Universität mehr Schüler und vor allem Schülerinnen für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) begeistert und für ein Studium gewonnen. Dazu werden von Doktorandinnen und Doktoranden vorbereitete "Summer Schools" durch Mentoring-Programme (TANDEMkids / TANDEMschool) ergänzt.
MINT bedeutet aber - gerade im Rahmen der TANDEMschool - auch Mentorin, Inspiration, Networking und Training.
Ausführlichere Infos erhaltet ihr über die Webseite; dort erfahrt ihr u.a. auch, wie man teilnehmen kann und was im Rahmen des Projekts noch so alles angeboten wird.

http://www.igad.rwth-aachen.de
http://www.igad.rwth-aachen.de/tandemschool

8
Okt
2008

Alles außer Studieren

Wir haben Euch eben vorgestellt, was man in Aachen alles anstellen kann, wenn man mehr machen will als nur Studieren:

Wie Ihr an einen Sprachkurs kommt, seht Ihr weiter unten

Eure internationale Karriere könnt Ihr puschen bei Aegee oder Aiesec.

Spiel, Sport, Spaß und alle Infos zu den Hochschulsportkursen des Sportzentrums der RWTH gibts hier. Nicht vergessen: Anmeldung zu den Kursen ab dem 13.10, also nächsten Montag.
Zum Kontakthüpfen könnt Ihr übrigens ohne Anmeldung und für lau gehen. Die Termine findet Ihr ebenfalls beim Hochschulsportzentrum.

Solltet Ihr Lust haben, beim Hochschulradio Aachen mitzumachen, dann schreibt eine Mail an ausbildung@hochschulradio-aachen.de oder kommt dienstags zwischen 14:30 und 15:30 zu uns in die Sprechstunde in die Wüllnerstraße 5.

Sprachen!

Wenn ihr an der RWTH Aachen eine Sprache lernen wollt, dann müsst ihr euch dafür ab heute, bis zum 16. Oktober anmelden. Das Verfahren ist nicht besonders leicht, wir haben einen 3-Punkte Plan für euch, damit die Anmeldung trotzdem klappt:

1.: Besorgt euch ein Kennwort!
Das kriegt ihr
Mittwoch 08.10.2008 14:00 - 17:00 Seminarraum SFo 12
Donnerstag 09.10.2008 14:00 - 17:00 Seminarraum SFo 12
Dienstag 14.10.2008 09:00 - 12:00 Seminarraum SFo 12

2.: Meldet euch online an!
Über die Homepage des RWTH Sprachenzentrums: http://www.sz.rwth-aachen.de

3.: Habt Glück! (dass ihr einen Platz bekommt)

Mehr Infos auf der Homepage des Sprachenzentrums

26
Sep
2008

Alle schimpfen übers Wetter...

... aber keiner tut was dagegen. Außer uns. Denn unser Wettergott hat den direkten Draht zu Petrus und hat da mal ein gutes Wort für Aachen eingelegt, heißt: Kein Regen! (vorerst)

Rückblick:
Die letzte Woche stand ganz im Einfluss einer Kette von Hochdruckgebieten nördlich von uns, die eine nordöstliche Anströmung mit kühler Festlandsluft hervorriefen. Hochdruckgebiet ist ja immer was feines, denkt man, aber dazu müsste das ortsfeste Hoch östlich von uns liegen, damit sich eine südliche und damit warme Anströmung ergibt. Liegt das Hoch nördlich, kommt kalte Luft aus dem Osten. Überlagert wurde das Wettergeschehen zudem noch durch ein Höhentief über dem Südosten Europas, das mit Wolken und gelegentlichem Regen unser Wetter beeinflusse.

aktuell...:
... besteht der Hochdruckgürtel immer noch, innerhalb dessen hat sich ein Schwerpunkt über der Nordsee entwickelt. Die Tiefs, die vom Nordatlantik normalerweise über Nord- und Mitteleuropa ziehen würden, werden von dem Hoch weit nach Norden abgedrängt. Doch diese Bastion beginnt zu wanken, daran wackelt ein Orkantief über dem Nordmeer nordöstlich von Island. Es kann nach Nordskandinavien ziehen, seine wenig wetteraktive Kaltfront wird uns zum Wochenanfang überqueren, was die Umstellung der Großwetterlage auch am Boden sichtbar macht. In diesem Zusammenhang ändert sich die Höhenströmung wieder auf gewohnt westliche Werte, so dass die Hochs nichts mehr zu sagen haben. Die Umstellung der Großwetterlage hat für uns zur Folge, dass das Wetter zur Wochenmitte wechselhaft und windig werden wird. Neben vorderseitig von Tiefs warmen Tagen wird es rückseitig davon schaurig und kalt werden, also ein ganz anderer Wettercharakter als die beschaulich-trüben Tage wie bisher.

heute:
dominiert noch absinken, also frühherbstlich-sonniges Wetter bei max. 17 Grad.

Samstag:
schauen ein paar Federwolken vorbei, die aber harmlos und für die Sonne kein Hindernis sind. Es wird bis knapp 20 Grad warm.

Sonntag:
zeigen sich schon mehr Wolken, nicht nur hohe Federwolken, sondern es zieht sich auch im mittelhohem Bereich zu. Es bleibt aber trocken bei wieder knapp 20 Grad.

Montag:
ist es stark bewölkt, aber trocken. Nachmittags kommt etwas Wind auf, diesmal aus westlichen Richtungen, was die Umstellung der GWL dokumentiert.

Trend:
Ab Dienstag Regen, Nacht zu Mittwoch Schauer, Donnerstag weitere Kaltfront mit Schauern/ Gewittern. Ab Dienstag deutliche Windzunahme (Südwestliche Richtungen)

25
Sep
2008

Energie aus leeren Bergwerksstollen

Minewater08, das ist die Konferenz zu den Themen nachhaltiges Wirtschaften, Ökonomie & Ökologie und regenerative Energien.
Im Besonderen geht’s bei der Minewater08-Konferenz um das namesgebende Projekt, bei dem die in den scheinbar leeren Bergwerksstollen steckende Energie in Form von Wasser zum Heizen ganzer Wohnbezirke genutzt wird.
Auf der Konferenz, die nächste Woche vom 30.9. bis zum 3.10. in Aachen und Heerlen stattfindet, diskutieren und sprechen verschiedenste Ingenieure, Professoren und Politiker über das Minewater-Projekt und die verschiedensten Aspekte wie z.B. Technik und Wirtschaftlichkeit.
Am 1.10. hält Prof. Gunter Pauli vom Low Emissions Institute der UN in Tokio einen Vortrag zum Thema Regenerative Energien und nachhaltige Wirtschaftskreisläufe.
Der Vortrag findet im Bergbau-Gebäude, Wüllnerstr.2, Hörsaal 211, um 16:00 Uhr statt.
Weitere Informationen findet ihr auf der Internetseite www.minewater09.eu

19
Sep
2008

Der Wettergott - Der ausführliche Wetterbericht vom Hochschulradio Aachen

Freitag 19.09.2008, herausgegeben von Wolfgang Preiser, Aachen, um 10 Uhr

Rückblick:
Letztes Wochenende war noch geprägt von einem verregneten Samstag, doch
abends hörte es auf und die Wolken verzogen sich. So stellte sich die
Umstellung der Wetterlage dar, denn die Wolken wurden von trockener
Festlandsluft verdrängt, die uns von einem Hoch über Skandinavien aus
erreichten.

aktuell...:
... hat sich das skandinavische Hoch gefestigt und mit seinem Kern nach
Nordrussland verlagert, während es sich an seinem westlichen Rand über
Südskandinavien bis zu den britischen Inseln erstreckt. Wir liegen somit
auf seinem Südrand und kommen so in den "Genuss" einer nordöstlichen
Anströmung, die trocken-kalte Festlandsluft zu uns führt. Da wir am Rand
dieses Hochdruckgebietes liegen kann sich immer wieder schwacher
Einfluss von benachbarten Tiefs bemerkbar machen, was sich in
durchziehenden Wolkenfeldern äußert.
Eines dieser Tiefs ist eins über Südosteuropa und beeinflusst
hauptsächlich den Süden und Osten Deutschlands, die anderen Tiefs kommen
wie üblich vom Atlantik, werden von dem kräftigen Hoch aber weit nach
Norden abgedrängt. Beide werden uns nur am Rande beeinflussen.
In den nächsten Tagen ändert sich am Wetteregime nicht viel, das Hoch
nördlich von uns wird seinen westlichen Teil weiter stärken, so dass
über der Nordsee ein eigener Schwerpunkt entsteht. Somit bildet sich
eine bipolare Hochdruckzone mit Kernen über der Nordsee und Russland.
Dadurch stellt sich am Sonntag eine durchgehende Ostanströmung ein, die
von Innerasien bis weit in den Atlantik hinein bis zu den Azoren reicht.
Auch in der nächsten Woche wird von den Wettermodellen keine
grundlegende Änderung der Wetterlage gerechnet, so dass mit dem
Fortbestand des ruhigen, kühlen Herbstwetters gerechnet werden kann. Hin
und wieder kommen dichtere Wolkenfelder durch, aus denen es bestenfalls
ein paar Tropfen nieseln kann.

heute:
zeigen sich Federwolken und es wird maximal 15 Grad warm. Nachts klart
es auf und es kühlt auf Werte um 5 Grad ab, in freien Mulden kann es
Bodenfrost geben.

Samstag:
ist es bei max. 16 Grad den ganzen Tag gering bewölkt. Nachts klar und 6
Grad.

Sonntag:
wolkig, trocken und maximal 16 Grad, nachts dank der Wolken mit min. 10
Grad mild.

Montag und die kommende Woche:
meist trockenes, wolkiges, kühles Herbstwetter.

Trend:
An der Großwetterlage ändert sich nichts wesentliches, am Rande der
beschriebenen Hochdruckzone können immer wieder dichtere Wolkenfelder
benachberter Tiefdruckgebiete hereintreiben.

Der Cineman empfiehlt

Tropic Thunder von Ben Stiller, ab 18.09.2008 im Cinekarree

Zu Beginn eines Filmes erfolgt für gewöhnlich die Exposition, in der die wichtigsten Charaktere eingeführt werden und wir einen ersten Eindruck ihrer Eigenarten bekommen. Dies ist eine Film-im-Film-Farce; warum soll man dieses Problem dann nicht in der Weise lösen, dass die drei Hauptdarsteller des geplanten Filmes in Form der Trailer zu ihrem jeweilig letzten Film vorgestellt werden. Durch diesen gelungenen Drehbuchclou erfahren wir also, dass Tugg Speedman (Ben Stiller) im ständigen Neuaufguss seiner größten Rolle als Action-Held „Scorcher“ nun in Scorcher VI zu sehen ist. Jeff Portnoy (Jack Black) hingegen ist abonniert auf infantile Furz-Filme, in deren letzter Version er sämtliche Rollen selbst spielt, die doch wieder alle nur das Gleiche tun. Nebenbei ist er ein drogensüchtiger Krawallmacher. Der dritte Hauptdarsteller ist ein schauspielerisches Schwergewicht, ein Method-to-the-Max-Actor, der sich bis zur Selbstaufgabe der jeweils nächsten Rolle verschreibt. Für seine kommende Anstellung schreckt der Australier Kirk Lazarus (Robert Downey Jr.) selbst vor einer riskanten Pigmentierungs-Operation nicht zurück, um überzeugend einen afro-amerikanischen Soldaten im Vietnameinsatz zu mimen. In seinem letzten wieder einmal Oscar-gekrönten Einsatz spielte er an der Seite des „realen“ Tobey Maguire einen Priester, der sich seiner Versuchung stellen muss. Diese drei Trailer zeigen in ihrer – nur leichten – Überzeichnung, wie Hollywood tickt: Einfallslosigkeit im Actionkino, Sinn (?) für derben Klamauk und rührselige Schmonzetten sind die vorrangigen Projekte, die die Verantwortlichen für ein Konsum-williges Publikum zurecht zimmern.
Nun werden diese drei so unterschiedlichen Filmstars in einem aufwendigen Projekt zusammengebracht, um den teuersten Kriegsilm aller Zeiten zu drehen. Doch das Spektakel droht an den „künstlerischen Differenzen“ zwischen den Hauptdarstellern sowie den Grabenkämpfen mit ihren inneren Dämonen (die Krisen, die wohl jeder Top-Schauspieler durchmachen muss) zu scheitern. Der Debüt-Regisseur Damien Cockburn (Steve Coogan) scheint überfordert. Da rät ihm Vietnam-Veteran und Buchvorlagenlieferant Four Leaf Tayback (herrlich verwildert: Nick Nolte), die verwöhnten Schauspieler auf ein Set in die Wildnis zu verfrachten, wo sie ihnen ein echtes Kriegsgebiet vor zu gaukeln gedenken. Sie ahnen allerdings nicht, dass sie sich in tatsächliches (Drogen-)Kriegsgebiet begeben haben. Als der Regisseur prompt auf eine Mine tritt und sich in Matsch und Gedärmen auflöst, halten die Schauspieler dies nur für einen tollen Effekt, allen voran Speedman. Was nun folgt ist eine irrsinnige Tour-de-Farce durch die Welt des Kriegsfilmes, in deren Folge das Team sich beweisen muss, dass es tatsächlich ein Team ist (die Message des Films?) - man achte so auf Verweise auf Rambo, Platoon, Apocalypse Now sowie Mission Impossible, um nur einige wenige Vorlagen zu nennen. Musikalisch gibt es dazu die üblichen Verdächtigen wie Steppenwolfs The Pusher, Sympathy for the devil von den Rolling Stones oder Buffalo Springfield mit For what it's worth. Auch im Nachgang muss ich in Erinnerung an die zahlreichen Zitate munter drauf los schmunzeln. Ein weiterer Genuss sind die schon erwähnten Cameos. Mal sehen, ob der Zuschauer sogleich den Mann hinter der Maske des sich höchst unflätiger Beschimpfungen bedienenden, cholerischen Produzenten Les Grossman erkennt.
Vordergründig eine Persiflage auf herkömmliche, tradierte (Anti-)Kriegsfilme, hebelt dieser Film genüsslich die typischen, vorherrschenden, den Erfolg erzwingenden Hollywood-Mechanismen aus, hält eulenspieglerisch dagegen und startet die eine um die andere Attacke auf den Sitz der Lachmuskulatur.
Also handelt es sich bei diesem subversiven Machwerk nicht nur um einen Genre-Spoof, sondern auch um einen General-Angriff auf das System des amerikanischen Filmbusiness – der Hang, sich ständig der eigene Fixstern zu sein (Sonderbehandlung auf dem Set, die Mode, sich Publicity-wirksam zu inszenieren durch den Erwerb von Patenkindern, das Gott gleiche Gehabe der Finanziers, Drogenkonsum als Kompensation, Realitätsflucht, der Trend, dass Rap-Stars auf die Leinwand drängen et cetera et cetera).
Und Ben Stiller beweist nach Reality bites (1994), The Cable Guy (1996) und Zoolander (2001), dass er durchaus den Regiestuhl besetzen darf. Einen Regisseur hat er ja bei Ricky Gervais' Extras auch schon gespielt. Vielleicht hat er sich von ihm auch den Kate Winslet in den Mund gelegten Tipp zum sicheren Erwerb eines Oscars entlehnt, den nun Lazarus Speedman an die Hand gibt. Kein runder Schluss für eine Filmbesprechung, aber schlichtweg Ausdruck meiner absoluten Begeisterung.

Also, rein in den Film und Ablachen!

18
Sep
2008

Septemberspecial am Donnerstag

In der Aachener Innenstadt etwas trinken zu gehen, sich mit Freunden zu treffen oder einfach mal nur den Alltagsstress zu vergessen macht seit knapp einer Woche noch mehr Spaß.
Im Rahmen des Septemberspecial gibt es heute Abend wieder etwas zu sehen und zu hören:


Münsterplatz:
Hier wartet der stadtbekannte Musikkünstler Heiko Wätjen auf Euch. Er tritt zum ersten mal unter seinem eigenem Namen auf.
Seine Songs sind mal ruhig, mal witzig, rockig oder auch sentimental. Außerdem bekommt Heiko Wätjen Unterstützung von Profimusikern aus Aachen. Sein Programm startet um 20:15 Uhr.


HOF:
Hier gibt es Blues auf die Ohren. Und die Blueslegende Albi Weinstein zusammen mit der Band „Blues Culture“ zu sehen.
Außerdem wird der Solo-Gitarrist Tom Shaka seine Gittare in die Hand nehmen. Ab 20:15Uhr startet Tom Shaka mit der großen Blues Show. Anschließend heizt die Band „Blues Culture“ den Hof so richtig auf.
Zum kröneden Abschluss treten dann alle zusammen auf und zeigen was Blues in sich hat.

Katschof:
Die Tom Browne Band ist zu Gast auf dem Katschof. Wer auf Jazz und lustige Geschichten Lust hat ist auf dem Konzert gut aufgehoben.
Es werden unteranderem eigene Songs gespielt, dabei Geschichten erzählt undüberraschende Pointen gestalten den Abend. Frontman Gerrit Obermann, auch bekannt durch RTL, zeigt was in ihm steckt. Mit seinen einzigartigen Moderationen bringt er das Publikum auf seine Seite und durch sein Improvisationstalent gestaltet er jeden Abend neu. Um 20:15Uhr
geht’s Los.


Markt:
Toni L und seine 9-köpfige Band „Safarisounds Funkanimal“ spielen Funkmusik.
Dazu wird Toni L rappen. Mit seiner unverwechselbaren Stimme zu jedem Takt dazu und begeistert das Publikum. Außerdem merkt der Zuschauer, dass TONI L Lust und Spaß hat zu musizieren. Seine Musik sorgt auch dafür das, dass beim hören getanzt wird..Ein unvergesslicher Abend um 20:15 Uhr auf dem Markt.

Achtung Achtung:
TONI L ist heute zu Gast im Hochschulradio Aachen.
ab 18:00Uhr wird er bei Harald in der Sendung „Frisch Gepresst“ zu Gast sein.
Und Ihr könnt mitdabei sein. Einfach Radio hören ;-)
Entweder unter der bekannten Frequenz: 99,1Mhz
oder einfach im Internet unter
www.hochschulradio-aachen.de

OECD-Bildungsstudie

Langsam sind wir es ja gewöhnt. Bildungsstudien, wie z.B. die PISA-Studie – Alptraum von Lehrern und Politikern – bescheinigen uns immer wieder ein schlechtes Bildungssystem. Zu wenig Studienanfänger, zu wenig Bildungsausgaben und die Herkunft entscheidet über den Bildungsweg. Das waren die Kernaussagen der letzten Studien. Die Politik hat dagegen einige Reformen unternommen. Jetzt ist eine neue Studie zum Bildungssystem erschienen. Dort gibt es ein paar gute Entwicklungen, aber schaut man auf den internationalen Vergleich so muss man doch teilweise schon schwer schlucken. Ein paar Beispiele: Der Anteile der Hoch- und Fachhochschulabsolventen ist von 2000 bis 2006 von 18 bis 21 Porzent gestiegen. Im Schnitt wuchs der Absolventenanteil in 30 Ländern, fast ausschließlich Industriestaaten, aber von 28 auf 37 Prozent. Der Anteil der Studienanfänger in Deutschland lag in der Zeit von 2003 bis 2006 zwischen 35 und 37 Prozent, das Mittel stieg in diesem Zeitraum von 53 auf 56 Prozent. Deutschland liegt in diesem Bereich also weit unter dem Durchschnitt.
Die Zahlen sind in der Bildungsstudie „Bildung auf einen Blick“ erschienen. Die wird jährlich von der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung herausgegeben. Die Studie bildet die umfassendste Sammlung statistischer Daten aus dem Bildungsbereich. Besonders untersucht werden dabei die am Bildungswesen Beteiligten, die Finanzierung, sowie die Art und Ergebnisse der Bildungssysteme. Man kann also schon davon ausgehen, dass mit den Zahlen eine gute Einschätzung der Bildungssysteme möglich ist. Man muss allerdings aufpassen, dass man sie genau liest und die Umstände betrachtet. Interessant ist zum Beispiel, dass in kaum einem anderen OECD-Land der Anteil von Absolventen im naturwissenschaftlich-technischem Bereich höher ist als in Deutschland. Weil es aber insgesamt zu wenig Absolventen gibt, ist der Bedarf an Hochqualifizierten in diesem Bereich trotzdem kaum zu decken. Die Bildungsausgaben betragen in Deutschland insgesamt 5,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, durchschnittlich geben die OECD-Länder 6,1 Prozent ihres BIP für Bildung aus. Die Ausgaben im tertiären Bildungsbereich, also in der Hochschule und in Berufsakademien, sind von 2000 bis 2006 um 8 Prozent gestiegen. Aufgrund der gestiegenen Studierendenzahlen sind die Ausgaben pro Studierenden aber um zwei Prozent gesunken. Man muss also schon genau hinschauen.
Ein paar erfreuliche Ergebnisse gibts aber dennoch: Deutschland ist nach den USA und Großbritannien das beliebteste Ziel für ausländische Studierende. 8,9% aller 2006 von der OECD registrierten Auslandsstudenten studieren in Deutschland. Auch die Abbrecherquote liegt mit 23% weit unter dem OECD-Durchschnitt von 31%. Wenigstens etwas...
Und was sagt die Politik? Interessanterweise bezeichnet die CDU die OECD-Bildungsstudie als Beleg für die gute Bildungspolitik der Regierung. Die können aber nur oberflächlich drauf geschaut haben, wie die zahlen zeigen. Die Opposition nimmt die Studie zum Anlass, die Bildungspolitik der regierung heftig zu kritisieren. Sie spricht sich für eine Öffnung der Hochschulen aus um mehr Menschen an die Uni zu locken (FDP und Grüne) und will in Zukunft 10 Prozent der Studierenden ein Stipendium ermöglichen (FDP).
Da bleibt nur abwarten bis Oktober wenn Merkel von ihrer Bildungsreise zurück ist und auf dem Bildungsgipfel mal Tacheles redet.

Was heute so los ist in Aachen

Konzerte gibt’s momentan nicht nur in der Altstadt im Rahmen des September Specials, sondern heute Abend ab 20 Uhr auch im Parkside. „Frankensteins Ballet“ nennt sich die 6-köpfige Band aus Köln und Dortmund, die heute mit einer Mischung aus Ethno, Jazz und Worldmusic Rock begeistern wollen. Als Opener steht dann noch MuckeFuck aus Aachen auf der Bühne, die sich selbst als Pöbelrocker bezeichnen. Ab halb 12 ist dann altbewährter Real Raggae angesagt.
Wer keine Lust auf Pöbeln hat, kann heute auch ins Apollo gehen. Im Apollo startet um 23 Uhr die Campus Night, die Party von Studenten für Studenten. Oben könnt ihr euch zu Latin fever, Salsa und Latin House bewegen, unten gibt’s dann Charts, 90s, RnB, Funk, House und Rock auf die Ohren - also irgendwie von allem etwas. Happy Hour gibt’s auch noch dazu, ab 23 Uhr könnt ihr eine Stunde lang Pils und Wasser für 2 Euro kaufen. Mit 3 Euro in der Tasche kommt ihr zumindest schonmal rein.
Wer heute nicht das kribbeln in den Beinen spürt, dem sei noch das Theaterstück "Playback Life" im Mörgens ans Herz gelegt. Es geht um Filmfreaks, die vor lauter Filmen kaum noch unterscheiden können zwischen echtem und gespieltem Leben. „Playback Life“ hat bis jetzt viele sehr gute Kritiken bekommen, wenn ihr euch selbst ein Bild machen wollt: Heute abend um 20 Uhr im Mörgens, Karten gibt’s ab 6 Euro an der Abendkasse.
Und zu guter Letzt noch ein Hinweis auf die Schreibwerkstatt im Ludwig Forum. Der Kurs, der heute beginnt und an drei weiteren Donnerstagen stattfindet, eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Schreiberfahrene. In insgesamt acht Kursstunden unter der Leitung von Renate Engel beschäftigt ihr euch mit der Technik des Kreativen Schreibens und nähert euch so der Kunst. Schreibformen wie Haiku, Rondell oder flash ficiton werden ausproboiert. Als Muse dienen die Werke der Sammlung „Kunst aus NRW“. Der Kurs kostet 32 Euro, ermäßigt 22 Euro. Information und Anmeldung sind unter der Telefonnummer 0241 – 1807115 möglich. Für weitere Infos lohnt auch noch ein Blick auf die Seite des Ludwigforums www.ludwigforum.de

12
Sep
2008

Neues vom Wettergott

Rückblick:
Wem gestern tagsüber das Wetter karibisch vorkam der lag nicht ganz daneben, denn der Ex-Hurrikan Hanna lag vor der Küste Irlands und schaufelte eine Menge feuchter Warmluft nach Mitteleuropa, die uns gerade beeinflusst.

aktuell...:
... liegen die unser Wetter bestimmenden Druckgebilde so verteilt, dass die Warmluft von Ex-Hanna, die derzeit südlich von Island liegt, in die Zange genommen wird. Über Skandinavien liegt ein kräftiges, stationäres Hoch, an dessen Südflanke von Nordosten her trockene und kalte polare Kontinentalluft heranströmt, während von Westen, also hinter unserer karibischer Warmluft, Luft eines atlantischen Hochs dagegenhält. Bildlich gesprochen wird dabei die feuchte Warmluft ausgequetscht wie ein nasser Schwamm, so dass es den ganzen Tag lang zu teils kräftigen Regenfällen kommt.
In der Nacht zu Samstag wird das Regengebiet rückläufig und zieht sich nach Südwesten zurück, wodurch wir zum zweiten Mal getroffen werden. Allerdings schwanken die Niederschlagsprognosen noch stark, so dass über die räumliche Verteilung noch Unklarheit herrscht. So ist der gerade gefallene Regen z.B. in aktuellen Prognoseläufen nicht in der Intensität vorhergesagt worden.
Wenn sich dann der Regen ganz nach Belgien und Frankreich zurückgezogen hat, dann setzt sich auch bei uns die trocken-kalte Luft des skandinavischen Hochs durch. Die neue trocken-kalte Luftmasse macht sich weniger durch kalte Tage bemerkbar, weil tagsüber die Sonne scheint, sondern viel mehr durch klare kalte Nächte. So kann es bei nächtlicher ungehinderter Ausstrahlung morgens unter 5 Grad kalt werden, vielleicht gibt es auch schon mit Bodennebel. Da sich die Minimum- wie die Maximumtemperaturen auf einen Messort in 2m Höhe über Grund beziehen (Wetterhütte), ist bei "günstiger" Lage (Kaltluftsee, dazu klare Nacht, kein Nebel, kein Wind) morgens früh sogar Bodenfrost möglich.

heute:
Es regnet den ganzen Tag teils stark. Mehr als 16 Grad sind nicht zu erwarten, nachmittags eher noch weniger.

Samstag:
regnet es noch morgens und bis in den Nachmittag hinein, dann lässt sich abends vielleicht noch die Sonne blicken. Nachts wird es mit 5 Grad kalt.

Sonntag:
trocken und sonnig. Max. 17 Grad.

Montag und die kommende Woche:
trockenes, sonniges Frühherbstwetter mit max. knapp 20 Grad.

Kino, die 2.

Die offizielle Filmvorstellung: Gomorra – Reise in das Reich der Camorra. Ab 11.09.2008 im Capitol (Achtung: Laufzeit 135 min! Daher 50 Cent Überlängenzulage)

Gomorra, der preisgekrönte Film ( u.a. den Großen Preis von Cannes) von Matteo Garrone, entführt in die Welt der großen und kleinen Mafiosi, die sich erschreckend und banal in ihrer Alltäglichkeit darstellt. Anhand von fünf parallel nebeneinander arrangierten Geschichten bekommt das, was man als organisierte Kriminalität made in Italy zu glauben kennt, eine Vielzahl von Gesichtern. Basierend auf den Recherchen des Buchautoren Roberto Saviano entstand so ein Panoptikum des Verbrechens in eindringlichen Bildern mit eindrucksvollen Lebensläufen, die in ähnlicher Motivation fußen: Raus aus dem Elend der neapolitanischen Vorstädte. Doch die Sozialisation in den riesigen Wohnsilos lässt wenige Abweichler von der Norm zu, die darin besteht, möglichst bald aufzusteigen in der kriminellen Hierarchie, die mit Ehre nicht viel gemein hat, dafür um so mehr mit Macht lockt. Toto ist so ein Fall. Der Junge beobachtet mit Spannung und Neugier das Leben der Großen, er will auch dazu gehören. So erarbeitet er sich schrittweise deren Respekt, um schließlich einer der ihren zu werden. Doch mit seinem früheren Freund kann er nun nicht länger befreundet sein, schließlich gehört dieser zur anderen Seite, sprich einem befeindeten Clan. Das Gespräch über die Umwertung ihrer Beziehung läuft lapidar, als wäre es nichts Besonderes, sich dann über den Haufen zu schießen. Im Verlauf der Handlung wird Toto dann zum Verräter an einer Freundin, nimmt billigend ihre Hinrichtung in Kauf, um weiter Mitglied des Clans zu bleiben.
Pasquale hingegen hat nach einem Anschlag auf die chinesische Konkurrenz in der Fälschung teurer Haute-Couture genug von der Ausbeutung und dieser Welt, in die er aus Armut herein gewachsen ist. Er wendet der Schneiderei (er war ein begnadeter, leidenschaftlicher Schneider) und seiner Vergangenheit den Rücken zu und beginnt ein neues Leben als Fernkraftfahrer.
Doch wie die Mafia auch im Lokalen ihre Wurzeln haben mag, so ist sie schon lange ein global operierendes Unternehmen, im Film exemplifiziert am internationalen Giftmüllhandel – immer noch ein sehr aktuelles Problem gigantischen Ausmaßes.
Durch die Vielzahl von Handlungssträngen ergibt sich eine nahezu dokumentarische Tiefe, die der Spannung in keinster Weise abträglich ist und die nahezu 135 Minuten schnell am Auge vorbeiziehen lässt; nicht hingegen die Erinnerung: Der Film wirkt noch lange nach, denn man weiß: dieses Gomorrha gibt es wirklich. Nicht nur im armen Süden Italiens.

Neulich in der Sneak: Redbelt von David Mamet (offizieller Filmstart: 18.09.2008)

Sneaks sind Vabanquespiele. Oder, wenn wir im Bild des Spieles bleiben wollen: Sneaks sind wie russisches Roulette – du weißt nicht, was die nächste Filmrolle enthält; entweder einen Schlappschuss oder einen Volltreffer. In diesem Bild ist Letzteres ausnahmsweise auch die erwünschte Alternative. So gesehen bietet eine Sneak genau das, was die abgestumpften Menschenmassen brauchen. Vielleicht erfreut sich diese Form der Vorpremiere gerade deswegen nach wie vor ungebremster Popularität. Nervenkitzel vor dem vermeintlichen Nervenkitzel des Films (wahlweise austauschbar mit Spannung vor der komischen Auflösung in der Komödie oder Herzrasen vor dem ersten Filmkuss im Liebesfilm etc.). Ich könnte weitere Überlegungen bemühen, um die Motivation der Menschen zu erfassen, am Ende lande ich doch bei mir.
Wie kann ein Mensch von halbwegs gesundem Menschenverstand wie ich sich auf diese Mätzchen einlassen, zumal wenn ich mir einbilde, ein Filmliebhaber zu sein und nicht einfach ein Konsument von oberflächlichen Popcorn-Kino oder eben auch nur von Popcorn?
Auch diese Frage nur zum Versuch der Klärung meiner Anwesenheit. Nennen wir es einfach mal die Glücksritter-Bekloppteritis, die mich zu einem Schuss ins Blaue verführte. Oder auch einem Schlappschuss wie oben.
So sitze ich also in meinem Sessel und versuche die ersten Zeichen zu lesen, zu deuten, zu abstrahieren: Welches Studio, wer spielt mit, wer schrieb das Drehbuch, wer führte Regie?
Der Reihe nach: Sony classics, Chiwetel Ejiofor (wer?) [dann folgen später noch: Joe Mantegna (also ein Mafia-Film) und Tim Allen (oder eher doch eine Komödie, warum dann aber Tim Allen unter ferner liefen?)], David Mamet, David Mamet. David Mamet? Das sagt mir doch was. Genau: David Mamet hat doch dieses Standardwerk für werdende Drehbuchautoren und Filmregisseure namens ON DIRECTING FILM (Die Kunst der Filmregie) geschrieben. Dann bin ich ja mal gespannt und gebe dem Film einige Vorschusslorbeeren. Doch meine zunächst positiv gestimmte Haltung dem Film gegenüber bedarf spätestens nach der ersten Viertelstunde (ist da nicht Zeit für den ersten Plotpoint?) der Revidierung. Aber erzählen wir zunächst, was passiert: Protagonist von Redbelt ist Mike Terry (eben der mir bisher unbekannte Chiwetel Ejiofor), der ein kleines Jiu-Jiutsu-Studio führt. Er wird als besonnener Charakter etabliert, was nicht zuletzt an seiner absoluten Hingabe an den Ehrenkodex der Samurai liegt. Diese Konsequenz wird im Fortgang der Handlung deren Katalysator bleiben – bis zum eher süßen als bitteren Ende.
Mike und seine hübsche Frau Sondra haben ständige Geldsorgen, wobei das Sorgen um das Geld eher auf Seiten seiner Frau liegt. Er hingegen lebt für seine Philosophie und seine Schüler. Im Verlauf des Films wird lediglich Mikes Vergangenheit angedeutet. So war er wohl Nahkampftrainer im Golfkrieg; aus dem Wettkampfleben hat er sich aus Überzeugung zurückgezogen. Doch die Dramaturgie des Filmes sieht vor, dass er diese Überzeugung verleugnen muss, um doch als strahlender moralischer und physischer Sieger aus der Handlung hervor zu gehen. Bis es aber soweit ist, bedarf es noch einiger dramatischer Wendungen und eben solcher Scharmützel.
Der Abriss: Eine Passantin (zufälligerweise Anwältin, was Mike später noch zugute kommen soll), löst einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizisten, der Mikes Schüler ist, nachdem dieser sich der Frau genähert hatte (sie war Opfer einer Vergewaltigung). Dabei wird die Frontscheibe zerstört, Indizien mit der Patronenhülse geschaffen. Später erschießt sich der Polizist, als Mike ihm unwissentlich eine gestohlene Uhr als Ausgleich für ausgebliebenen Lohn vermacht, die er wiederum als Geschenk von einem berühmten Schauspieler (Tim Allen) geschenkt bekommen hat, nachdem er diesem bei einer Kneipenschlägerei zur Seite gestanden (und natürlich eindrucksvoll gewonnen) hatte. Über den Schauspieler scheinen sich Mike neue Einnahmequellen zu erschließen, soll er doch mit seinem Kampfwissen als Experte am neuen Filmprojekt mitwirken. Doch der Produzent (Joe Mantegna) klaut ihm nur eine Idee zu einer Jiu-Jiutsu-Kampfauslosung. Beim Versuch, mithilfe der Anwältin, der er zwischenzeitlich neues Selbstbewusstsein im Umgang mit ihrem Trauma gegeben hat, den Ideenklau finanziell ausgeglichen zu bekommen, wird er mit augenscheinlich kompromittierenden Unterlagen konfrontiert (die Patronenhülse, die Uhr). Im Zuge dessen bringt sich der Polizist um. In die Ecke gedrängt bleibt Mike nichts anderes übrig, wieder in den Ring zu steigen, um an fingierten Fights teilzunehmen. Sein Ehrgefühl rebelliert, er will die ganze Angelegenheit während des großen Fights zwischen seinem Schwager und dem japanischen Meister publik machen. Auf dem Weg zur Erfüllung seiner Mission ist er von keinem aufzuhalten – selbst nicht seinem Schwager, immerhin Träger des „Redbelt“, der höchsten Auszeichnung für den Meister aller Meister (toppt jeden schwarzen Gürtel). In einem emotional trashigen Finale überreicht ihm zunächst der Japaner als Zeichen der Ehrerbietung seinen Meistergürtel. Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von wo noch der Rote Gürtel her. Ein Blick des geschundenen Helden in die Runde, dann Abblende. Endlich.
Der Begriff der Ehre soll durch den Film den roten Faden ziehen, dabei ist es eher ein rotes Kaugummi, das Fäden zieht, nein, halt, es ist kein Kaugummi, das dort rot und überall strahlt, es ist der Namen gebende rote Gürtel. Der Weg des Samurai ist gepflastert mit Poesiealbum-reifen Sprüchen – so spricht der Zyniker. Ich würde mir gerne ein Stück von der Samurai-Philosophie abschneiden und in den Alltag hinüber retten, spricht der sentimentale Moralist. „Es gibt immer einen Ausweg“ so die Tagline. Einen Ausweg aus dem Genre-Geschwurbel will es allerdings nicht so recht geben. Darf es also noch ein bisschen mehr Rührstück sein? Nichts halbes, nichts Ganzes, von allem ein bisschen ist bei dem Versuch herausgekommen, an alte Erfolge anzuknüpfen. Denn David Mamet ist ein großer Name. Oder gewesen? Eine kleine Auswahl, die einem die Tränen in die Augen treibt, wenn man sich nun diesen Film ansehen muss: The Postman always rings twice, The Verdict, Glengarry Glen Ross, Wag the dog.
Ich komme nicht umhin, die ganze Misere des Films an einem Zitat des Meisters himself aufzuzeigen: „Ein guter Autor wird nur dann besser, wenn er lernt, zu streichen, das Schmückende, das Beschreibende und vor allenm das tief Gefühlte und Bedeutungsvolle herauszunehmen. Was bleibt übrig? Die Geschichte bleibt übrig: die wesentliche Entwicklung von Ereignissen, die dem Helden auf dem Weg zu seinem einzigen Ziel widerfahren. Der Sinn, sagt Aristoteles, ist das, was dem Helden widerfährt ... nicht dem Autor. Man braucht nicht sehen können, um eine solche Geschichte zu schreiben. Man muß denken können. Das Drehbuchschreiben ist eine Kunst, die auf Logik beruht. Sie besteht aus der beharrlichen Anwendung einer Reihe von grundlegenden Fragen: Was will der Held? Was hindert ihn daran, es zu kriegen? Was passiert, wenn er es nicht bekommt?“
Warum hat sich der gestandene Drehbuchautor und Regisseur David Mamet nur nicht selber an seine Lehren gehalten?
Schade!

Der Morgen danach

Die Morgensendung im Hochschulradio Aachen auf der 99,1 MHz

Aktuelle Beiträge

Nachrichten
Neubau-Einweihung an der RWTH Die neugebaute Versuchshalle...
radiot - 20. Dez, 09:07
Nachrichten
Das Autonome Zentrum ist gerettet. Das AZ wird mindestens...
radiot - 2. Nov, 09:50
Nachrichten
Dr. Christina Regenbogen von der Aachen-Jülicher Forschungsallianz...
radiot - 18. Sep, 11:06
Lokalnachrichten
Gestern fanden sich mehrere Menschen am Elisenbrunnen...
radiot - 17. Sep, 11:43
Nachrichten
Die FH Aachen und die Handwerkskammer Aachen kooperieren...
radiot - 13. Sep, 09:26

Suche

 

RSS Box

Status

Online seit 7271 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 20. Dez, 09:07

Credits