Donnerstag

3
Sep
2009

Wikiversity - Modernes Studieren

wikiversityDas Internet - Immer mehr Menschen nutzen es und es ist aus unserem Alltag wohl kaum noch wegzudenken. Auch das Thema Online-Lernen wird immer wichtiger. E-Learning-Portale und andere Internetseiten werden auch von Hochschulen für die Lehre genutzt, an der RWTH Aachen zum Beispiel die L2P-Plattform.

Universität für Internetnutzer

Jetzt gibt es sogar eine Wikiversity. Hierbei handelt es sich um eine Universität für Internetnutzer. Das Projekt wurde im August 2006 gestartet und stammt vom Verein Wikimedia. Dieser betreut auch das Portal Wikipedia. Bisher haben sich ca. 5700 Nutzer registrieren lassen. Mitmachen kann prinzipiell jeder. Hierzu muss man sich lediglich online in eine Liste eintragen. Viele Nutzer kommen aus pädagogischen Berufen. So nutzen zum Beispiel Lehrer und Professoren das Portal für ihre Kurse.

Wie funktioniert das?
Im Portal kann man viele verschiedene Funktionen nutzen. Es werden zum Beispiel gemeinsam Wikiseiten oder Literaturlisten erarbeitet. Man erstellt in Zusammenarbeit Beiträge. Lehrer und Dozenten können ihren Schüler und Studenten aber auch Materialien zur Verfügung stellen. Verständigen können dich die Nutzer über Chats. Dort werden beispielsweise Referate zu einzelnen Kursen verteilt. Bisher gibt es insgesamt ca. 70 Kurse, die man online besuchen kann. Die Kurse beschäftigen sich zum Beispiel mit Meeresbiologie oder Algebra. Leistungsscheine kann man aber über das Portal nicht erwerben.

Kritik
Kritische Stimmen bleiben allerdings nicht aus. Manche Nutzer stört es, dass wirklich jeder mitmachen kann. Jeder Nutzer kann vorgeben, etwas von einem Thema zu verstehen, auch wenn dies nicht der Fall ist. Außerdem gestaltet sich die Forschungsarbeit relativ schwierig. Weil die Wikiversity ein offenes Portal ist, haben viele Nutzer Angst, dass ihre Ideen von anderen geklaut werden.

Wer Interesse am Mitmachen hat und sich gerne weiterbilden möchte, kann sich online direkt anmelden.

http://de.wikiversity.org

http://www.zeit.de

4
Jun
2009

Gute Alternativen zu „Google“:

Man muss ganz klar sagen, dass es mittlerweile fast allseits bekannt, dass drei Suchmaschinen in Deutschland den Markt beherrschen. Das sind Google, Yahoo! und MSN/Live.
In Bezug auf Google spricht man von einem Marktanteil von 85 Prozent. Den Rest teilten sich die übrigen Suchmaschinen. Aber genau unter diesen restlichen 15 % befinden sich mittlerweile sehr gute Alternativen zu Google.
Zum einen denke ich dabei an die neue Internet-Suchmaschine „Bing“ von Microsoft, die mittlerweile auch schon in der Presse Beachtung fand. Aber auch an Ask Deutschland, das auf dem Suchdienst Ask Jeeves basiert. Oder an Ixquick und der französischen Suchmaschine Kartoo.

Fangen wir einfach mal bei Bing an.
Bing löst die bisherige Suchmaschine Windows Live Search ab. Laut Microsoft, soll der Nutzer mit Bing Informationen schneller finden können. Außerdem hat Microsoft Inhalte des Verbraucher-Portals Ciao integriert. Die Stärke liegen vor allem beim Einkaufen im Netz und ganz besonders bei der Reiseplanung.

Dann gibt es noch Ask Deutschland. Diese Suchmaschine setzt die einzigartige Ask Jeeves-Suchtechnologie ein, die die Kompetenz einer Website bezüglich eines bestimmten Themas ermittelt, anstatt nur die Linkpopularität zu berücksichtigen. Darüber hinaus bietet Ask Deutschland viele branchenweit führende Funktionen. Beispielsweise MeinAskTM, ein personalisiertes System, oder die Website-Vorschau BinocularsTM, die die Suche erleichtert und beschleunigt.

Ixquick ist nicht nur die leistungsstärkste Metasuchmaschine der Welt, mit einer universellen Power-Suche, einer globalen Suche und einer leistungsstarken Verfeinerung. Ixquick schützt auch unsere Privatsphäre, weil sie als einzige Suchmaschine unsere IP-Adressen und Suchergebnisse nicht speichert. D.h. Wenn man mit Ixquick sucht, verwendet man viele beliebte Suchmaschinen zur gleichen Zeit, aber anonym. Im Juli 2008 wurde Ixquick dafür sogar mit dem ersten Europäischen Datenschutz-Gütesiegel ausgezeichnet. Das Europäische Datenschutz-Gütesiegel bescheinigt nämlich, dass informationstechnische Angebote mit dem europäischen Recht, insbesondere der seit 1998 geltenden Datenschutzrichtlinie, im Einklang stehen.

Und die französische Suchmaschine Kartoo bringt Farbe ins Spiel durch den Einsatz eines kartografischen Interface. So werden die Ergebnisse in einer übersichtlichen Karte zweidimensional, räumlich angeordnet. Die thematischen Verhältnisse zwischen den Ergebnissen werden mit Verbindungslinien angezeigt. Jede Farbe symbolisiert dabei ein bestimmtes Thema.
Abschließend kann ich sagen, dass meine persönlichen Favoriten Ixquick und Kartoo sind. Bei Ixquick kann ich bedenkenlos surfen und wenn ich mal Abwechslung suche, dann wähle ich Kartoo.

Text: Lea Maria Fröschen

Klangcooltour Musikcontest

Pascal Finkenauer einer der Jungs von Fettes Brot wird die Burg Wilhelmstein am Samstag rocken, aber nicht allein: drei Bands werden mit ihm auftreten, die ins Finale des Klangcooltour Musikcontests gekommen sind. Bei dem Musikwettbewerb GEGEN Rechts muss eine der Band die Jury überzeugen. Die drei Finalisten wurden von über 1.600 Nutzern im Internet auf www.klangcooltour.de ausgewählt.

Eine der Bands sind „Kids in the riot“ sie wollen das Publikum mit Indie, Electronic und Alternative zum Toben bringen. Sie sagen selbst „wir lieben es, unser Publikum den stressigen Alltag, durch die Energie unserer Songs für einen Moment
vergessen zu machen“. www.myspace.com/kidsintheriotband

“Longing for tomorrow”sind die ältesten Teilnehmer und mögen es gerne laut! Sie bewegen sich im Bereich von Screamo, Punkrock und Indie. Drei Alben haben sie mittlerweile schon in Eigenregie veröffentlicht und träumen jetzt von einer Tour durch Brasilien. www.longingfortomorrow.de

Die dritten im Bunde sind “Age are”. Die vier Jungs aus Aachen und Umgebung machen mal harten und mal weichen Alternativ-Rock, also eine gesunde Mischung aus gefühlvollen und aggressiven Melodien. www.ageare.de

Wenn ihr am Samstag live auf der Burg Wilhelmstein mit dabei sein wollt und die drei Newcomerbands unterstützen oder zu Pascal Finkenauers Klängen tanzen wollt, dann schreibt eine Mail an studio@hochschulradio-aachen.de oder ruft an unter Aachen 80 93 7 51. Einlass ist um 18:30, Beginn um 19:30.

Wir verlosen noch 2 Karten, hört einfach morgen rein!

30
Apr
2009

Schauspieltour entlang der Route Charlemagne

Am 6. Mai findet die Schauspieltour entlang der Route Charlemagne statt. Hier erfahrt Ihr unterhaltsam alles über Aachen und Karl den Großen und was das Ganze mit Europa zu tun habt. Ihr solltet Euch mindestens fünf Tage vorher anmelden, also heute letzte Gelegenheit.

Anmeldung unter: info@stadtbekannt-aachen.de oder Ac 8940789

Veranstaltet wird die Tour vom Verein Stadtbekannt & Co.

Maibaum kaufen statt klauen

Ihr wollt Euerer Liebsten oder Eurem Liebsten einen Maibaum aufstellen? Prima, aber selbst im Aachener Wald schlagen ist erstens illegal, zweitens nicht sooo gesund für den Wald und drittens anstrengend :) Für 5 Euro bekommt man schon einen kleinen Maibaum. Größere Exemplare bis ca. 25 Euro. Hier die Verkaufsstellen für Maibäume in Aachen:

Parkplatz Ecke Pandenhoferweg - Forsterweg
Waldparkplatz Monschauerstraße (direkt am Pilz)
Laurensberg Roermonderstr
Forsthaus Sief Magelspfad (14-17 Uhr)
Ponyhof Meisel (11-18 Uhr)

Auf das Ihr das Herz Eurer/Eures Liebsten erobert!

25
Sep
2008

Energie aus leeren Bergwerksstollen

Minewater08, das ist die Konferenz zu den Themen nachhaltiges Wirtschaften, Ökonomie & Ökologie und regenerative Energien.
Im Besonderen geht’s bei der Minewater08-Konferenz um das namesgebende Projekt, bei dem die in den scheinbar leeren Bergwerksstollen steckende Energie in Form von Wasser zum Heizen ganzer Wohnbezirke genutzt wird.
Auf der Konferenz, die nächste Woche vom 30.9. bis zum 3.10. in Aachen und Heerlen stattfindet, diskutieren und sprechen verschiedenste Ingenieure, Professoren und Politiker über das Minewater-Projekt und die verschiedensten Aspekte wie z.B. Technik und Wirtschaftlichkeit.
Am 1.10. hält Prof. Gunter Pauli vom Low Emissions Institute der UN in Tokio einen Vortrag zum Thema Regenerative Energien und nachhaltige Wirtschaftskreisläufe.
Der Vortrag findet im Bergbau-Gebäude, Wüllnerstr.2, Hörsaal 211, um 16:00 Uhr statt.
Weitere Informationen findet ihr auf der Internetseite www.minewater09.eu

18
Sep
2008

Septemberspecial am Donnerstag

In der Aachener Innenstadt etwas trinken zu gehen, sich mit Freunden zu treffen oder einfach mal nur den Alltagsstress zu vergessen macht seit knapp einer Woche noch mehr Spaß.
Im Rahmen des Septemberspecial gibt es heute Abend wieder etwas zu sehen und zu hören:


Münsterplatz:
Hier wartet der stadtbekannte Musikkünstler Heiko Wätjen auf Euch. Er tritt zum ersten mal unter seinem eigenem Namen auf.
Seine Songs sind mal ruhig, mal witzig, rockig oder auch sentimental. Außerdem bekommt Heiko Wätjen Unterstützung von Profimusikern aus Aachen. Sein Programm startet um 20:15 Uhr.


HOF:
Hier gibt es Blues auf die Ohren. Und die Blueslegende Albi Weinstein zusammen mit der Band „Blues Culture“ zu sehen.
Außerdem wird der Solo-Gitarrist Tom Shaka seine Gittare in die Hand nehmen. Ab 20:15Uhr startet Tom Shaka mit der großen Blues Show. Anschließend heizt die Band „Blues Culture“ den Hof so richtig auf.
Zum kröneden Abschluss treten dann alle zusammen auf und zeigen was Blues in sich hat.

Katschof:
Die Tom Browne Band ist zu Gast auf dem Katschof. Wer auf Jazz und lustige Geschichten Lust hat ist auf dem Konzert gut aufgehoben.
Es werden unteranderem eigene Songs gespielt, dabei Geschichten erzählt undüberraschende Pointen gestalten den Abend. Frontman Gerrit Obermann, auch bekannt durch RTL, zeigt was in ihm steckt. Mit seinen einzigartigen Moderationen bringt er das Publikum auf seine Seite und durch sein Improvisationstalent gestaltet er jeden Abend neu. Um 20:15Uhr
geht’s Los.


Markt:
Toni L und seine 9-köpfige Band „Safarisounds Funkanimal“ spielen Funkmusik.
Dazu wird Toni L rappen. Mit seiner unverwechselbaren Stimme zu jedem Takt dazu und begeistert das Publikum. Außerdem merkt der Zuschauer, dass TONI L Lust und Spaß hat zu musizieren. Seine Musik sorgt auch dafür das, dass beim hören getanzt wird..Ein unvergesslicher Abend um 20:15 Uhr auf dem Markt.

Achtung Achtung:
TONI L ist heute zu Gast im Hochschulradio Aachen.
ab 18:00Uhr wird er bei Harald in der Sendung „Frisch Gepresst“ zu Gast sein.
Und Ihr könnt mitdabei sein. Einfach Radio hören ;-)
Entweder unter der bekannten Frequenz: 99,1Mhz
oder einfach im Internet unter
www.hochschulradio-aachen.de

OECD-Bildungsstudie

Langsam sind wir es ja gewöhnt. Bildungsstudien, wie z.B. die PISA-Studie – Alptraum von Lehrern und Politikern – bescheinigen uns immer wieder ein schlechtes Bildungssystem. Zu wenig Studienanfänger, zu wenig Bildungsausgaben und die Herkunft entscheidet über den Bildungsweg. Das waren die Kernaussagen der letzten Studien. Die Politik hat dagegen einige Reformen unternommen. Jetzt ist eine neue Studie zum Bildungssystem erschienen. Dort gibt es ein paar gute Entwicklungen, aber schaut man auf den internationalen Vergleich so muss man doch teilweise schon schwer schlucken. Ein paar Beispiele: Der Anteile der Hoch- und Fachhochschulabsolventen ist von 2000 bis 2006 von 18 bis 21 Porzent gestiegen. Im Schnitt wuchs der Absolventenanteil in 30 Ländern, fast ausschließlich Industriestaaten, aber von 28 auf 37 Prozent. Der Anteil der Studienanfänger in Deutschland lag in der Zeit von 2003 bis 2006 zwischen 35 und 37 Prozent, das Mittel stieg in diesem Zeitraum von 53 auf 56 Prozent. Deutschland liegt in diesem Bereich also weit unter dem Durchschnitt.
Die Zahlen sind in der Bildungsstudie „Bildung auf einen Blick“ erschienen. Die wird jährlich von der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung herausgegeben. Die Studie bildet die umfassendste Sammlung statistischer Daten aus dem Bildungsbereich. Besonders untersucht werden dabei die am Bildungswesen Beteiligten, die Finanzierung, sowie die Art und Ergebnisse der Bildungssysteme. Man kann also schon davon ausgehen, dass mit den Zahlen eine gute Einschätzung der Bildungssysteme möglich ist. Man muss allerdings aufpassen, dass man sie genau liest und die Umstände betrachtet. Interessant ist zum Beispiel, dass in kaum einem anderen OECD-Land der Anteil von Absolventen im naturwissenschaftlich-technischem Bereich höher ist als in Deutschland. Weil es aber insgesamt zu wenig Absolventen gibt, ist der Bedarf an Hochqualifizierten in diesem Bereich trotzdem kaum zu decken. Die Bildungsausgaben betragen in Deutschland insgesamt 5,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, durchschnittlich geben die OECD-Länder 6,1 Prozent ihres BIP für Bildung aus. Die Ausgaben im tertiären Bildungsbereich, also in der Hochschule und in Berufsakademien, sind von 2000 bis 2006 um 8 Prozent gestiegen. Aufgrund der gestiegenen Studierendenzahlen sind die Ausgaben pro Studierenden aber um zwei Prozent gesunken. Man muss also schon genau hinschauen.
Ein paar erfreuliche Ergebnisse gibts aber dennoch: Deutschland ist nach den USA und Großbritannien das beliebteste Ziel für ausländische Studierende. 8,9% aller 2006 von der OECD registrierten Auslandsstudenten studieren in Deutschland. Auch die Abbrecherquote liegt mit 23% weit unter dem OECD-Durchschnitt von 31%. Wenigstens etwas...
Und was sagt die Politik? Interessanterweise bezeichnet die CDU die OECD-Bildungsstudie als Beleg für die gute Bildungspolitik der Regierung. Die können aber nur oberflächlich drauf geschaut haben, wie die zahlen zeigen. Die Opposition nimmt die Studie zum Anlass, die Bildungspolitik der regierung heftig zu kritisieren. Sie spricht sich für eine Öffnung der Hochschulen aus um mehr Menschen an die Uni zu locken (FDP und Grüne) und will in Zukunft 10 Prozent der Studierenden ein Stipendium ermöglichen (FDP).
Da bleibt nur abwarten bis Oktober wenn Merkel von ihrer Bildungsreise zurück ist und auf dem Bildungsgipfel mal Tacheles redet.

Was heute so los ist in Aachen

Konzerte gibt’s momentan nicht nur in der Altstadt im Rahmen des September Specials, sondern heute Abend ab 20 Uhr auch im Parkside. „Frankensteins Ballet“ nennt sich die 6-köpfige Band aus Köln und Dortmund, die heute mit einer Mischung aus Ethno, Jazz und Worldmusic Rock begeistern wollen. Als Opener steht dann noch MuckeFuck aus Aachen auf der Bühne, die sich selbst als Pöbelrocker bezeichnen. Ab halb 12 ist dann altbewährter Real Raggae angesagt.
Wer keine Lust auf Pöbeln hat, kann heute auch ins Apollo gehen. Im Apollo startet um 23 Uhr die Campus Night, die Party von Studenten für Studenten. Oben könnt ihr euch zu Latin fever, Salsa und Latin House bewegen, unten gibt’s dann Charts, 90s, RnB, Funk, House und Rock auf die Ohren - also irgendwie von allem etwas. Happy Hour gibt’s auch noch dazu, ab 23 Uhr könnt ihr eine Stunde lang Pils und Wasser für 2 Euro kaufen. Mit 3 Euro in der Tasche kommt ihr zumindest schonmal rein.
Wer heute nicht das kribbeln in den Beinen spürt, dem sei noch das Theaterstück "Playback Life" im Mörgens ans Herz gelegt. Es geht um Filmfreaks, die vor lauter Filmen kaum noch unterscheiden können zwischen echtem und gespieltem Leben. „Playback Life“ hat bis jetzt viele sehr gute Kritiken bekommen, wenn ihr euch selbst ein Bild machen wollt: Heute abend um 20 Uhr im Mörgens, Karten gibt’s ab 6 Euro an der Abendkasse.
Und zu guter Letzt noch ein Hinweis auf die Schreibwerkstatt im Ludwig Forum. Der Kurs, der heute beginnt und an drei weiteren Donnerstagen stattfindet, eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Schreiberfahrene. In insgesamt acht Kursstunden unter der Leitung von Renate Engel beschäftigt ihr euch mit der Technik des Kreativen Schreibens und nähert euch so der Kunst. Schreibformen wie Haiku, Rondell oder flash ficiton werden ausproboiert. Als Muse dienen die Werke der Sammlung „Kunst aus NRW“. Der Kurs kostet 32 Euro, ermäßigt 22 Euro. Information und Anmeldung sind unter der Telefonnummer 0241 – 1807115 möglich. Für weitere Infos lohnt auch noch ein Blick auf die Seite des Ludwigforums www.ludwigforum.de

3
Apr
2008

MensaHombreMertens live aus Barcelona

Bei einer Tasse Hornymans té classic lässt es sich doch besser schreiben.
Nachdem ich mir das Fett des Qualitäts-Schinkens vom Mund gewischt habe, um die Tatstatur besser mit mehrfach gesättigten Fettsäuren (selbst wenn sie ungesättigt sein sollten, ich bin es nicht) per deutschem Wurstfinger (1 bis 1,5-Fingersystem) zu beträufeln, kann ich meiner Erfahrung mit digestivem Journalismus besser Ausdruck verleihen. Schinken sollte es also sein. Keine schlechte Wahl für den ersten Bericht von meinem kulinarischen Auslandseinsatz. Aber nicht irgendein Schinken; nein, Jámon Ibérico de cebo soll es sein. Den habe ich nämlich im Vorratsschrank meiner Gastgeber gefunden: Murat, dem germanischsten Osmanen, den ich je in Spanien aufsuchen durfte, und Angels - ihr Name ist schon ein Gedicht. *schlürf*... Nun, eigentlich finde ich im Netz keinen Schinken dieses Namens, sondern nur "... re-cebo", was so viel heißen soll wie: Endmast. Im Kontext bedeutet das, dass die Iberischen Schweine, die über schwarze Klauen verfügen (deswegen heißt iberischer Schinken auch: Jámon de pata negra, also schwarzpfötiger Schinken, was allerdings noch lange nicht so lecker klingt wie die spanische Entsprechung) am Ende ihres Daseins noch einmal kräftig in die Eicheln hauen können. Nur diejenigen Schweine, die für den noch berühmteren Bellota-Schinken D.O. (Dehesa de Extremadura) - Kostenfaktor: ca. 70 €/kg, herhalten dürfen, spachteln frisch von der Zitze weg Eicheln. Ich in meiner Funktion als MensaManMertens fühle mich verpflichtet, den Esssachen auf den/m (kaum einen Tag außerhalb der deutschen Sprache und schon Unsicherheiten im Gebrauch alltäglicher Ausdrücke respektive der rechten Flexion) Grund zu gehen, und habe ebenfalls eine Nussfrucht der Eiche probiert, mit dem Effekt, dass es mir suspekt erscheint, dass etwas, was so eklig schmeckt, zu etwas gedeihen kann, was so schmackhaft ist (sprich: Eichel --> Schinken). Nun, augenscheinliche Irrtümer haben immer schon in der menschlichen Geschichte zu den erstaunlichsten Entdeckungen geführt. Mit diesem Appell zum Staunen verweise ich auf http://de.wikipedia.org/wiki/Jam%C3%B3n_Ib%C3%A9rico und gehab mich gütlich an den Wundern der spanischen Küche.
Tot ziens!
Euer Mhm

PS (Packungs-HinweiS): Abrir 10 minutos antes de SU consumo. Klingt jenseits jeder wahren Information nicht wirklich gut für dich, Sebastian;)...
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